Risikomanagement & Notfallmanagement

Risiken kennen. Auswirkungen verstehen. Handlungsfähig bleiben.

Risikomanagement und Notfallmanagement für Unternehmen, die auf ihren Geschäftsbetrieb angewiesen sind.

Ein Cyberangriff, der Ausfall zentraler IT-Systeme, ein nicht verfügbarer Dienstleister oder der Verlust eines Standorts kann innerhalb weniger Stunden wesentliche Geschäftsprozesse beeinträchtigen. 

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur: 

Welche Risiken bestehen? 

Sondern auch: 

Was passiert mit Ihrem Unternehmen, wenn sich eines dieser Risiken tatsächlich realisiert? 

mabs unterstützt Unternehmen beim systematischen Aufbau und der Weiterentwicklung von Risikomanagement, Business Continuity Management und Notfallmanagement. 

Wir verbinden Risikoanalyse, Business Impact Analyse, Risikobehandlung, Notfallvorsorge und Wiederanlaufplanung zu einem durchgängigen System. 

Damit Ihre Organisation Risiken nicht nur dokumentiert, sondern beherrscht. 

Haben Sie Risiken – oder haben Sie Risikomanagement?

 

Viele Unternehmen verfügen bereits über Risikolisten, Notfalldokumente oder Backup-Konzepte. 

Trotzdem bleiben zentrale Fragen unbeantwortet: 

  • Welche Geschäftsprozesse sind tatsächlich kritisch? 
  • Welche Ausfälle gefährden Umsatz, Lieferfähigkeit oder Kunden? 
  • Welche Abhängigkeiten bestehen von IT, Personal und Dienstleistern? 
  • Welche Risiken können akzeptiert werden? 
  • Welche Maßnahmen müssen priorisiert werden? 
  • Wie lange darf ein kritischer Prozess ausfallen? 
  • Welche Systeme müssen zuerst wiederhergestellt werden? 
  • Wer entscheidet im Notfall? 
  • Wer muss wann informiert werden? 
  • Funktionieren die vorhandenen Notfallpläne tatsächlich? 

Ein Risikoregister allein schafft noch keine Resilienz.

Ein Notfallhandbuch allein schafft noch keine Handlungsfähigkeit.

Erst das Zusammenspiel von Risikoanalyse, Business Impact Analyse, Vorsorge, Wiederanlaufplanung und regelmäßiger Erprobung schafft ein belastbares Risiko- und Notfallmanagement.

Risikomanagement und Notfallmanagement gehören zusammen Prävention und Reaktion müssen auf derselben Risikobewertung aufbauen.

Das Risikomanagement betrachtet mögliche Ereignisse, bevor sie eintreten: 

Was kann passieren? 
Wie wahrscheinlich ist es? 
Welche Auswirkungen wären zu erwarten? 
Welche Risiken müssen behandelt werden? 

Das Notfall- und Business Continuity Management setzt dort an, wo Risiken nicht vollständig verhindert werden können: 

Welche Prozesse müssen weiterlaufen? 

Wie lange können wir einen Ausfall tolerieren?

Welche Ressourcen benötigen wir? 

Wie stellen wir den Geschäftsbetrieb wieder her?

Wie reagieren wir?

Unser Ansatz verbindet beide Ebenen.

Risiko → Auswirkung → Kritikalität → Vorsorge → Notfallorganisation → Wiederanlauf → Übung → Verbesserung

Dadurch entstehen keine voneinander losgelösten Risikolisten und Notfallordner, sondern ein nachvollziehbares und steuerbares System. 

Unsere Leistungen im Risikomanagement 

 

Risikoanalyse und Risikobewertung 

Wir schaffen Transparenz über die tatsächliche Risikosituation Ihrer Organisation. 

Gemeinsam mit den relevanten Verantwortlichen identifizieren und bewerten wir: 

  • schützenswerte Informationen und Assets, 
  • kritische Geschäftsprozesse, 
  • Bedrohungen, 
  • Schwachstellen, 
  • bestehende Schutzmaßnahmen, 
  • Eintrittswahrscheinlichkeiten, 
  • mögliche Auswirkungen und 
  • bestehende Restrisiken. 

 

Das Ergebnis ist ein strukturiertes und priorisiertes Risikoregister als Entscheidungsgrundlage für Geschäftsführung und Verantwortliche. 

Unsere Methodik orientiert sich – abhängig vom Anwendungsfall – insbesondere an ISO 31000, ISO/IEC 27005 und ISO/IEC 27001. 

Wie belastbar ist Ihre Organisation im Ernstfall?

Vielleicht verfügen Sie bereits über ein Risikoregister, Backup-Konzept oder Notfallhandbuch.

Die entscheidende Frage lautet: 

Reicht das aus, wenn morgen ein kritischer Geschäftsprozess ausfällt? 

Wir analysieren gemeinsam mit Ihnen den aktuellen Reifegrad und zeigen, welche Maßnahmen tatsächlich erforderlich sind. 

Was Sie am Ende erhalten

Abhängig vom vereinbarten Leistungsumfang verfügen Sie über:

  • ein strukturiertes Risikomanagementverfahren, 
  • ein belastbares Risikoregister, 
  • nachvollziehbare Risikobewertungen, 
  • priorisierte Risikobehandlungsmaßnahmen, 
  • identifizierte kritische Geschäftsprozesse, 
  • dokumentierte Abhängigkeiten, 
  • eine Business Impact Analyse, 
  • definierte Wiederanlaufanforderungen, 
  • eine klare Notfallorganisation, 
  • definierte Alarmierungs- und Eskalationswege, 
  • ein praxistaugliches Notfallhandbuch, 
  • Wiederanlauf- und Wiederherstellungspläne, 
  • getestete Notfallverfahren und 
  • einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. 

 

Damit kann die Geschäftsführung nicht nur beantworten, welche Risiken bestehen – sondern auch, wie die Organisation mit ihnen umgeht.

Warum mabs?

Normen kennen viele. Entscheidend ist, wie sie in Ihrer Organisation funktionieren.

Unser Anspruch ist nicht, möglichst viele Dokumente zu produzieren. 

Wir verbinden die Anforderungen aus Informationssicherheit, Cybersecurity, Risikomanagement und Business Continuity mit den tatsächlichen Geschäftsprozessen unserer Kunden. 

Dabei betrachten wir gemeinsam: 

Organisation + Prozesse + Informationen + IT + Dienstleister + Menschen + Regulierung 

Unsere Arbeit basiert auf praktischer Erfahrung aus: 

  • Aufbau und Betrieb von Informationssicherheitsmanagementsystemen, 
  • ISO-27001- und TISAX®-Umgebungen, 
  • Risikomanagement, 
  • internen und externen Audits, 
  • NIS2-Umsetzungen, 
  • Business Continuity Management, 
  • Notfallplanung und 
  • Cybersecurity. 

 

Dadurch entwickeln wir keine isolierten Notfallkonzepte, sondern Strukturen, die zu bestehenden Management- und Entscheidungsprozessen passen. 

Für welche Unternehmen ist unsere Beratung geeignet?

Unsere Beratung richtet sich insbesondere an:

Unternehmen 
deren Geschäftsprozesse wesentlich von IT, Personal, Standorten oder externen Dienstleistern abhängig sind. 

NIS2-regulierte Organisationen 
die Risikoanalyse, Business Continuity und Krisenmanagement strukturiert umsetzen müssen. 

ISO-27001-zertifizierte Unternehmen 
die ihr Informationssicherheits-Risikomanagement und ihre Business-Continuity-Strukturen weiterentwickeln möchten. 

TISAX®-Teilnehmer und Automobilzulieferer 
die Anforderungen an Informationssicherheit, Risikomanagement und Betriebskontinuität erfüllen müssen. 

Unternehmen mit steigenden Kundenanforderungen 
die Notfallvorsorge und Resilienz gegenüber Kunden, Konzernen oder Auftraggebern nachweisen müssen. 

Organisationen ohne eigenes BCM-Team 
die ein belastbares System benötigen, ohne zusätzliche interne Spezialfunktionen aufzubauen. 

ISO 27001 und Business Continuity

Ein ISMS nach ISO/IEC 27001 basiert auf einem systematischen Umgang mit Informationssicherheitsrisiken.

Gleichzeitig fordert der Maßnahmenkatalog unter anderem die Berücksichtigung der Informationssicherheit während Störungen sowie die Vorbereitung der ICT auf Business Continuity. 

Ein bestehendes ISMS bietet deshalb eine gute Grundlage für Risiko- und Notfallmanagement. 

Es ersetzt jedoch nicht automatisch: 

  • eine Business Impact Analyse, 
  • organisationsweite Kontinuitätsstrategien, 
  • detaillierte Notfallorganisationen, 
  • fachbereichsbezogene Wiederanlaufpläne oder 
  • regelmäßige Notfallübungen. 

 

Wir bauen auf Ihrem vorhandenen ISMS auf und ergänzen gezielt die erforderlichen Strukturen.

Risikomanagement und NIS2

Für regulierte Unternehmen ist Risikomanagement keine freiwillige Zusatzaufgabe.

Für besonders wichtige und wichtige Einrichtungen verlangt das BSI-Gesetz geeignete, verhältnismäßige und wirksame technische und organisatorische Risikomanagementmaßnahmen. 

Dazu gehören unter anderem: 

  • Konzepte zur Risikoanalyse und Informationssicherheit, 
  • Bewältigung von Sicherheitsvorfällen, 
  • Aufrechterhaltung des Betriebs, 
  • Backup-Management, 
  • Wiederherstellung nach einem Notfall, 
  • Krisenmanagement, 
  • Sicherheit der Lieferkette und 
  • Verfahren zur Bewertung der Wirksamkeit der Maßnahmen. 

 

Damit sind Risikomanagement und Business Continuity zentrale Bestandteile einer belastbaren NIS2-Umsetzung. 

mabs unterstützt Sie dabei, diese Anforderungen in bestehende Unternehmens- und Informationssicherheitsstrukturen zu integrieren. 

Kein zweites Managementsystem neben Ihrem bestehenden Managementsystem

Wir integrieren, was bereits vorhanden ist.

Viele unserer Kunden verfügen bereits über ein: 

  • ISMS nach ISO/IEC 27001, 
  • Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001, 
  • TISAX®-System, 
  • Datenschutzmanagement, 
  • Risikomanagement oder 
  • NIS2-Programm. 

 

Wir bauen Risiko- und Notfallmanagement deshalb nicht automatisch als zusätzliche Parallelstruktur auf. 

Bereits vorhandene 

  • Rollen, 
  • Risikoprozesse, 
  • Assetregister, 
  • Dokumentenstrukturen, 
  • Auditverfahren, 
  • Maßnahmenpläne, 
  • Management-Reviews und 
  • Verantwortlichkeiten 

 

werden berücksichtigt und soweit sinnvoll weiterverwendet. 

Das reduziert Doppelarbeit und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Risiko- und Notfallmanagement tatsächlich Bestandteil der Organisation werden.

Unser Vorgehen

Von der Bestandsaufnahme zur gelebten Notfallfähigkeit

  1. Bestandsaufnahme

Wir analysieren vorhandene Risikobewertungen, Notfallstrukturen, Dokumentationen, Verantwortlichkeiten und bestehende Managementsysteme. 

Das Ergebnis zeigt: 

Was besteht bereits – und was fehlt tatsächlich? 

  1. Kritische Prozesse und Risiken

Gemeinsam mit Ihren Fachbereichen identifizieren wir kritische Geschäftsprozesse, Assets, Abhängigkeiten und Risiken. 

Keine Risikoanalyse ausschließlich am Schreibtisch. 

  1. Business Impact Analyse

Wir bestimmen die Auswirkungen möglicher Ausfälle und leiten die erforderlichen Wiederanlaufanforderungen für kritische Prozesse und Ressourcen ab. 

  1. Risikobehandlung und Notfallkonzeption

Wir entwickeln angemessene Maßnahmen, Notfallstrukturen, Eskalationswege und Wiederanlaufstrategien. 

  1. Dokumentation

Die erforderlichen Regelwerke, Register, Notfallpläne und Nachweise werden nachvollziehbar dokumentiert. 

  1. Übungen und Tests

Die entwickelten Strukturen werden praktisch erprobt. 

  1. Kontinuierliche Verbesserung

Erkenntnisse aus Übungen, Vorfällen, Audits und organisatorischen Veränderungen fließen in die Weiterentwicklung ein. 

Ein Notfallplan muss geübt werden

Erst eine Übung zeigt, ob Verantwortlichkeiten, Kommunikation und Entscheidungen funktionieren.

Dokumentierte Verfahren allein reichen nicht aus. 

Wir planen und moderieren unter anderem: 

  • Dokumentenprüfungen, 
  • Planbesprechungen, 
  • Tabletop Exercises, 
  • Alarmierungsübungen, 
  • Wiederanlauftests, 
  • technische Wiederherstellungstests, 
  • Stabsübungen und 
  • kombinierte Notfallszenarien. 

Dabei prüfen wir nicht nur, ob ein Plan vorhanden ist. 

Wir betrachten: 

Wird ein Ereignis erkannt? 
Wird richtig eskaliert? 
Sind Verantwortlichkeiten eindeutig? 
Sind relevante Informationen verfügbar? 
Können Entscheidungen getroffen werden? 
Funktioniert die Kommunikation? 
Sind Wiederanlaufziele realistisch? 

Erkannte Schwachstellen werden anschließend in konkrete Verbesserungsmaßnahmen überführt. 

Was passiert, wenn morgen Ihre wichtigste Ressource ausfällt?

Ein funktionierendes Notfallmanagement muss mehr betrachten als Cyberangriffe.

Wir analysieren beispielsweise Szenarien wie: 

Ausfall der IT 

Ransomware, Ausfall von Microsoft 365, Netzwerkstörungen, Serverausfälle, Identitäts- oder Cloud-Probleme. 

Ausfall von Personal 

Schlüsselpersonen, Administratoren oder Spezialisten stehen kurzfristig nicht zur Verfügung. 

Ausfall von Dienstleistern 

Cloud-Anbieter, IT-Dienstleister, Logistikpartner oder andere kritische Lieferanten fallen aus. 

Standortausfall 

Brand, Wasser, Stromausfall, technischer Defekt oder fehlende Zutrittsmöglichkeit beeinträchtigen einen Standort. 

Ausfall von Informationen 

Kritische Daten sind nicht verfügbar, beschädigt oder nicht vertrauenswürdig. 

Cyberangriff 

Ein Sicherheitsvorfall beeinträchtigt Systeme, Kommunikation und Geschäftsprozesse gleichzeitig. 

Die Notfallvorsorge wird an Ihren tatsächlichen Geschäftsrisiken ausgerichtet – nicht an theoretischen Standardszenarien. 

Notfallplanung, die im Ernstfall funktioniert

Nicht der Umfang des Notfallhandbuchs entscheidet – sondern seine Nutzbarkeit.

Im Notfall stehen Informationen möglicherweise nicht vollständig zur Verfügung. Verantwortliche Personen können fehlen. Kommunikationswege können gestört sein. Gleichzeitig müssen Entscheidungen unter erheblichem Zeitdruck getroffen werden. 

Deshalb entwickeln wir Notfalldokumentationen so, dass sie auch von Personen genutzt werden können, die sie nicht selbst erstellt haben. 

Je nach Bedarf erstellen oder optimieren wir unter anderem: 

  • Notfallmanagement-Richtlinien, 
  • Notfallhandbücher, 
  • Alarmierungspläne, 
  • Melde- und Eskalationswege, 
  • Krisenorganisationen, 
  • Rollen und Verantwortlichkeiten, 
  • Kommunikationsmatrizen, 
  • Notfallkontakte, 
  • Wiederanlaufpläne, 
  • Wiederherstellungspläne, 
  • Szenarien und Handlungsanweisungen, 
  • Checklisten für Krisen- und Notfallteams. 

 

Dabei orientieren wir uns insbesondere am BSI-Standard 200-4 und an ISO 22301.

Welche Geschäftsprozesse dürfen nicht ausfallen?

Business Impact Analyse – die Grundlage belastbarer Notfallvorsorge

Nicht jeder Prozess ist gleich kritisch. 

Deshalb beginnen wir Business Continuity nicht bei Servern oder Anwendungen, sondern bei Ihrem Geschäft. 

Im Rahmen der Business Impact Analyse (BIA) untersuchen wir: 

  • geschäftskritische Prozesse, 
  • Auswirkungen eines Prozessausfalls, 
  • zeitliche Kritikalität, 
  • erforderliche Wiederanlaufzeiten, 
  • Abhängigkeiten zwischen Geschäftsprozessen, 
  • benötigte IT-Systeme und Anwendungen, 
  • erforderliches Personal, 
  • externe Dienstleister und Lieferanten, 
  • Gebäude und Infrastruktur, 
  • Informationen und weitere Ressourcen. 

Dabei werden auch kritische Abhängigkeiten und Single Points of Failure sichtbar. 

Das Ergebnis beantwortet eine der wichtigsten Fragen des Notfallmanagements: 

Was muss in welcher Reihenfolge wieder funktionieren, damit Ihr Unternehmen handlungsfähig bleibt? 

Risiken behandeln statt nur bewerten

Von der Risikobewertung zum umsetzbaren Maßnahmenplan

Nicht jedes Risiko kann oder muss vollständig vermieden werden. 

Gemeinsam definieren wir eine angemessene Risikobehandlung: 

Vermeiden 
Die risikobehaftete Tätigkeit oder Situation wird beendet oder verändert. 

Reduzieren 
Technische oder organisatorische Maßnahmen reduzieren Eintrittswahrscheinlichkeit oder Auswirkungen. 

Übertragen 
Risiken werden beispielsweise durch Versicherungen oder vertragliche Regelungen teilweise übertragen. 

Akzeptieren 
Ein verbleibendes Risiko wird nach bewusster Managemententscheidung getragen. 

Aus der Entscheidung entsteht ein nachvollziehbarer Maßnahmenplan mit: 

  • Verantwortlichkeiten, 
  • Prioritäten, 
  • Zielterminen, 
  • Umsetzungsstatus und 
  • Restrisikobewertung. 

 

Damit wird aus einer theoretischen Risikoanalyse ein steuerbarer Managementprozess.

FAQ

Wie baut ein Unternehmen ein Risiko- und Notfallmanagement auf?

Ein Unternehmen muss zunächst kritische Geschäftsprozesse, Informationen, IT-Systeme, Personalressourcen, Standorte und Dienstleister identifizieren. Anschließend werden Risiken bewertet und mittels Business Impact Analyse die Auswirkungen möglicher Ausfälle sowie erforderliche Wiederanlaufzeiten bestimmt. Daraus entstehen Risikobehandlungsmaßnahmen, Notfallorganisation, Notfallhandbuch und Wiederanlaufpläne, die regelmäßig getestet und verbessert werden. 

Risikomanagement identifiziert, bewertet und behandelt mögliche Risiken, bevor ein Schaden eintritt. Notfallmanagement regelt die konkrete Reaktion auf schwerwiegende Störungen und Notfälle. Business Continuity Management betrachtet darüber hinaus systematisch, welche kritischen Geschäftsprozesse innerhalb welcher Zeit und mit welchen Ressourcen aufrechterhalten oder wiederhergestellt werden müssen. Die drei Disziplinen sollten deshalb miteinander verbunden werden. 

Für besonders wichtige und wichtige Einrichtungen verlangt das deutsche BSI-Gesetz geeignete und wirksame Risikomanagementmaßnahmen. Dazu gehören unter anderem Risikoanalyse, Bewältigung von Sicherheitsvorfällen, Aufrechterhaltung des Betriebs, Backup-Management, Wiederherstellung nach Notfällen und Krisenmanagement. Unternehmen sollten diese Maßnahmen dokumentieren und ihre Wirksamkeit regelmäßig überprüfen.

Ein ISMS nach ISO/IEC 27001 schafft eine wichtige Grundlage für das Informationssicherheits-Risikomanagement und enthält Anforderungen zur Kontinuität der Informationsverarbeitung. Ein vollständiges Business Continuity und Notfallmanagement betrachtet jedoch zusätzlich kritische Geschäftsprozesse, Auswirkungen von Ausfällen, Wiederanlaufstrategien, organisatorische Notfallstrukturen und regelmäßige Übungen. Bestehende ISO-27001-Strukturen können dabei genutzt und gezielt erweitert werden. 

Ein professionelles Notfallhandbuch sollte mindestens Notfallorganisation, Verantwortlichkeiten, Alarmierungs- und Eskalationswege, Notfallkontakte, Kommunikationsregeln, Entscheidungskompetenzen und relevante Handlungsanweisungen enthalten. Ergänzend werden für kritische Geschäftsprozesse, IT-Systeme und weitere Ressourcen konkrete Wiederanlauf- und Wiederherstellungspläne benötigt. Entscheidend ist, dass die Dokumentation regelmäßig aktualisiert und durch Übungen auf ihre praktische Funktionsfähigkeit geprüft wird.